Sputnikhalle in Münster

Bring Me The Horizon mit Architects und While She Sleeps

Unterwegs-in © Pavlo Ridnjak - Fotolia.com(28.06.2011) Die Briten von BRING ME THE HORIZON sind dieses Sommer erneut auf diversen Festivals unterwegs und packen zwischendurch noch ein paar Soloshows mit ihren Freunden von den ARCHITECTS in ihren Terminkalender. Heute wird das Billing zudem noch verstärkt durch WHILE SHE SLEEPS – also ein rundum britischs Line.up welches in Münster auftritt. WHILE SHE SLEEPS sind als erstes an der Reihe der Menge, die in Anbetracht dessen, dass das Konzert unter der Woche stattfindet, mehr als gut besucht ist (in Münster schaffen dies nur weniger Bands), einzuheizen. Allerdings konnte zumindest mich die Band schon nicht als Support von SILVERSTEIN im März überzeugen. Und auch heute in Münster ist der Breakdown-lastige Metalcore der britischen Newcomer nicht mein Ding – und auch nicht das der meisten anderen Anwesenden. 
Die ARCHITECTS aus Brighton können da schon viel besser den Einheizer spielen, wie sie bereits im Januar 2011 auf der Tour mit BRING ME THE HORIZON bewiesen haben. Allerdings scheint die Band mit der Hitze zu kämpfen, denn heute ist die Band nicht in Hochform wie noch im Januar. Sam Carters Stimme klingt nicht so gut wie gewohnt und man schwitzt schon vom bloßen stehen, so dass es für die Band schwer ist ihre energiegeladene Show vollkommen durchzuziehen. Dennoch freut man sich über die gebotenen Songs der letzten beiden Alben wie zum Beispiel „Numbers Count For Nothing“, Learn To Live“ oder „The Blues“. Und selten hat man die Band 45 Minuten spielen sehen, was die Show also trotzdem irgendwie gut macht, auch wenn es eigentlich sehr gut hätte sein können.

Unterwegs in - © sumnersgraphicsinc - Fotolia.comAllerdings warten eh alle auf BRING ME THE HORIZON, welche sich bereits auf den letzten Touren als gefährlich Liveband erwiesen haben und nicht mehr verkatert oder angetrunken auf die Bühne, worunter vor allem Oliver Sykes Stimme litt. Auch heute ist man ziemlich nüchtern unterwegs und kann Vollgas geben. Die Musiker rocken ordentlich über die kleine Bühne der Sputnikhalle und Sykes gibt sich publikumsnah, gut gelaunt und bestens bei Stimme. Vielleicht ist dies heute sogar seine stimmlich beste Leistung von den bisherigen Shows, die ich gesehen habe.
Die Band hat das Publikum voll in der Hand und dieses geht von der ersten Minute an gut mit. Man präsentiert einen guten Mix aus den letzten beiden Alben und mit „Pray For Plaques“ gibt es einen Song vom Debütwerk, zu dem Sykes eine Wall of Death fordert und prompt selbst im Publikum landet, was die Meute nur zu noch mehr Bewegung anspornt.

Übrigens

Unterwegs in - © Yuri Arcurs - Fotolia.comNach guten 60 Minuten ist dann Schluss und die nassgeschwitzte Fanscharr drängt sich nach draußen um den Heimweg anzutreten. BRING ME THE HORIZON sind einfach eine der Bands der Stunde und erfreuen sich größter Beliebtheit in der Szene. Nach solch einer Show ist es auch klar warum, denn man hat sich langsam aber sicher zu einer mehr als guten Liveband gemausert.

Text © by Sebastian Berning