The Devil Wears Prada

Mike Hranica, Daniel Williams, Andy Trick,
Chris Rubey, Jeremy DePoyster und James Baney

Unterwegs-in © Pavlo Ridnjak - Fotolia.com(2011) The Devil Wears Prada ist eine US-amerikanische Band, die sich 2005 gründete und der Metalcore-Szene angehört. Die Musikgruppe stammt aus Dayton, Ohio, in den USA. Sie ordnet sich selbst dem christlichen Metal zu, einer Subkultur innerhalb des Metals mit eigenen Vertriebswegen, Magazinen, Musiklabels und Konzertreihen. Der Name der Band erinnert einen natürlich sofort an den bekannten Hollywood-Streifen mit Meryl Streep. Laut Sänger und Bandleader Mike Hranica ist diese Ähnlichkeit aber nur dem Zufall geschuldet. Der Entschluss, sich so zu nennen, stand bereits vor Erscheinen des Films fest. Die Inspiration für den Bandnamen war in Wahrheit der Titel des gleichlautenden Bestsellers von Lauren Weisberger. The Devil Wears Prada hatte für die Band einen antimaterialistischen Zungenschlag, etwas was auch die Musiker als ihre Botschaft ans Publikum verstanden. Allerdings musste die Band später feststellen, dass dies alles ein Missverständnis war. Das Buch ist inhaltlich keineswegs als Kritik an unserer Konsumgesellschaft gedacht. Die Band behielt ihren Namen dennoch bei.
The Devil Wears Prada besteht aus den Bandmitgliedern Mike Hranica (Gesang), Daniel Williams (Schlagzeug), Andy Trick (Bass), Chris Rubey (Leadgitarrist), Jeremy DePoyster (Rhythmusgitarrist) und James Baney (Keyboard). Die Band, die heute bei der Warner Music Group unter Vertrag steht, hat bisher vier Alben, sechs Musikvideos und eine DVD veröffentlicht. Der Musikstil der Band vermischt typischen Metalcore-Sound mit Klangelementen elektronischer Hardcore- und Post-Hardcore-Musik. Typische Metalcore-Elemente sind zum Beispiel die häufigen Salven der DoubleBass-Drum oder Breakdown-Gitarrenriffs: intensive, langsame Schläge auf der tiefen E-Seite der Gitarre, während der Verzerrer auf höchster Stufe läuft, um eine möglichst extreme Verzerrung hervorzurufen. Die Band sieht als ihre musikalischen Vorbilder die Metalcore-Gruppen Still Remains und Underoath, wie sich Mitglieder in einem Interview mit dem Musikmagazin East Coast Romper äußerten. Die letzte Platte von The Devil Wears Prada orientiert sich musikalisch allerdings eher am Deathcore.

Unterwegs in - © sumnersgraphicsinc - Fotolia.comDer Gesang von Mike Hranica bietet ein großes Stimmspektrum: tiefe Growls wechseln sich ab mit hohen Schreien, wie man sie vor allen Dingen aus dem Heavy Metal kennt. Dazwischen finden sich aber in den Stücken immer wieder Passagen mit einer klaren Singstimme. Textlich setzt sich die Band mit den Schattenseiten der postindustriellen Gesellschaft auseinander. Die Band übt Kritik am Verhalten ihrer Zeitgenossen, das sie als unsozial oder unmoralisch empfinden. Während die Texte selbst düster, analysierend und ernsthaft gemeint sind, sind die Titel der Stücke oftmals Wortspielereien und als Gag zu verstehen. Sie stehen meist in keinem direkten Bezug zu den Texten.

Übrigens

Unterwegs in - © Yuri Arcurs - Fotolia.comNach der Bandgründung produzierte The Devil Wears Prada ein Demoband und klapperte ein Jahr lang verschiedene Musikproduzenten ab, bis das Label Rise Record die Band unter Vertrag nahm. Im August 2006 erschien das Debütalbum „Dear Love: A Beautiful Discord“. Um das Album zu promoten, folgten eine Vielzahl an Gigs in den USA. Den bedeutendsten Auftritt absolvierte die Band in dieser Phase auf dem in der Szene bekannten Cornerstone Festival. Das nächste Album „Plagues“ entpuppte sich als erster kommerzieller Erfolg für die Band. Die Platte schaffte es bis auf Platz 57 der Albumcharts. Die Videoclips zweier Singleauskopplungen liefen regelmäßig bei MTV und anderen Musiksendern. Die Band machte sich in der Folgezeit weiterhin einen Namen durch Tourneen und eine Vielzahl öffentlicher Auftritte. Die Belohnung für die Arbeit und die damit verbundene zunehmende Popularität stellte sich nach Veröffentlichung des dritten Albums „With Roots Above and Branches Below“ (2009) ein. Platz 11 in den Albumcharts bedeutete den endgültigen kommerziellen Durchbruch für The Devil Wears Prada (Interview: A Conversation With Vocalist Mike Hranica).

©